Geld verdienen im Internet – Abzocke oder Chance?

echtes business statt abzockeTop oder Flop? Abzocke oder Erfolgsaussicht? Wie finde ich das richtige Unternehmen für den persönlichen Erfolg?

Vorwort:

Diesen Blogartikel wollte ich einfach mal schreiben, weil es manche Dinge im Web gibt, die immer wieder nerven. Einfach mal „frei weg von der Leber und ganz locker“ den Frust von der Seele schreiben. Also nicht so genau hinschauen. Korrektur lesen war hier nicht geplant 😉

Auf die Plätze, fertig, zugespammt!

Wer im Web unterwegs ist, findet permanent Werbung für „neue“ Geschäftsmodelle. 4537.- Euro pro Woche ohne Vorahnung, Reich werden mit der Erfindung des Jahrhunderts, Raus aus dem Hamsterrad mit den Geheimnissen eines Insiders? Mal ehrlich, wenn Geld im Spiel ist oder im Spiel sein könnte, so scheint bei vielen das Hirn zumindest in bestimmten Bereichen von Aussetzern betroffen zu sein. Es gibt zwei Sätze, die nicht von mir stammen, es in Kombination aber auf den Punkt bringen. „Gier frisst Hirn“ und „Jeden Morgen steht ein Dummer auf“.

Es ist kaum zu glauben, wie viele Anfänger naiv auf die Werbebotschaften von oftmals windigen Unternehmern hereinfallen, mit Eurozeichen in den Augen Daten eingeben und letztendlich die geforderte Summe X zahlen, um nach all den unzähligen Versuchen endgültig Erfolg zu haben. Wer oft genug in den Wald schießt, muss doch auch mal treffen.

98% schaffen es nicht!

Ein Web-Unternehmer sagte mal, 98% der angehenden Unternehmer im Web schaffen es nicht. Ich glaube, dass war der beste Satz der ganzen Videoserie dieses Unternehmers. Denn diese hohe Quote passt schon ganz gut.

Und immer wieder frage ich mich, wie man eigentlich immer und immer wieder so naiv sein kann, um irgendwelchen Bauerfängern auf den Leim zu gehen und wieder Geld zu investieren, dass sowieso schon in der Haushaltskasse fehlt. In persönlichen Gesprächen mit Newbies (also Anfängern) bin ich immer wieder verwundert, wie viel Geld für irgendwelche Kurse, Bücher, Software, Plugins, Themes, Coaching, Seminare und Webinare oder Mitgliedschaften ausgegeben wird.
Ich hatte eine Dame, die hatte sage und schreibe rund 15.000 Euro für Zeug ausgegeben, dass sie bis heute nicht genutzt hat. Warum? Weil sie gar nicht begonnen hat, unfassbar…

Ich denke, ich habe jetzt genug in der offenen Wunde gebohrt und die Mehrheit findet sich irgendwo in dieser Gruppe wieder. Ich möchte lieber ein wenig Licht ins Dunkle bringen und mal zum Nutzen der grauen Masse zwischen den Ohren anregen. Letztendlich muss jeder für sich den richtigen Weg finden und nicht das tun, was alle tun. Also muss man auch sein eigenes Hirn nutzen, anstatt andere für sich denken zu lassen.

Beginnen wir mal mit ein paar Fragen, die auf viele „Geldverdienprodukte“ anwendbar sind.

  • Wenn jemand erfolgreicher Unternehmer im Web ist, viel Geld in seiner Branche verdient, warum muss er dann seine Informationen für viel weniger Geld verkaufen? Wer 5672,- oder 9298,- Euro in 4 Wochen verdient, der verkauft keinen Videokurs für 97,- Euro, oder?
     
  • Wer ein Ebook, einen Videokurs, eine Software oder was auch immer anbietet, der begrenzt seinen Verkauf auf wenig Tage oder gar wenige Stunden? Warum sollte er das tun, wenn er darüber hinaus verkaufen kann? Wer ist so blöd und verzichtet auf weitere Abverkäufe? Genau, niemand. Diese Verknappung soll nur Druck erzeugen. Tun das auch große Unternehmen? Stellen Sie sich vor, eine Firma wie Kaspersky würde Ihnen sagen „Unsere Software zum Schutz vor Viren und Trojaner gibt es nur noch für 48 Stunden.“ Würden Sie nicht auch sagen, dass das ziemlich dämlich ist?
     
  • Viele Web-Unternehmer leben davon, Informationen zu verkaufen, die verraten, wie man Web-Unternehmer wird. Und dieser Unternehmer nennt sich als glänzendes Beispiel. Für wen sind die Infos also nützlich? Für Shopbetreiber mit physischen Waren? Für Softwareentwickler? Für Dienstleister? Nein, eigentlich nur für Informationsverkäufer im Web. Oder? Denn dieser „Guru“ hat noch nie ein Warenwirtschaftssystem gesehen, Kartons gepackt, programmiert oder einfach nur mal Kunden am Telefon zu einem Produkt beraten.
     
  • Warum sieht man bei einem Produktlaunch immer zu, dass man möglich viele Menschen anwirbt, obwohl das Produkt noch gar nicht greifbar ist? Da gibt es unzählige Vertriebsmitarbeiter, die auf Provisionsbasis arbeiten, dass eigentliche Produkt aber noch nie in Händen hatten. Wer kauft denn die Katze im Sack bzw. verkauft diese gleich noch weiter?
     
  • Warum muss jemand, dem man exorbitante Verdienstmöglichkeiten verspricht, zunächst Geld einzahlen? Wenn das Verdienstmodell doch so toll ist, könnte man es dann nicht einfach durch diese exorbitanten Gewinne finanzieren? Wer jetzt sagt, große Franchiser tun das auch (klassische Fast-Food-Schmieden), dann hinkt der Vergleich. Denn dort muss man ein Gebäude bauen, Stühle, Tische, Gastrogeräte etc. anschaffen. All das fällt in einem Vertriebsnetzwerk gar nicht an. Oder erhalten Sie mit dem Start des Fruchtsaft-Vertriebs auch gleich ein passendes Ladenlokal mit Büro? Letztendlich ist es doch finanziell wurscht, wie viele Vertriebler sich anschließen.  Einzig für Muster, Kataloge, Briefpapier und Co. fallen tatsächlich Kosten an und diese Kosten können durchaus einmalig kassiert werden. Laufende Gebühren oder hohe Einmalzahlungen sind ein starkes Indiz für ein Schneeballsystem, sofern es keinen echten und nachvollziehbaren, persönlichen Gegenwert gibt.
     
  • Warum gibt es so viele Vertriebssysteme, bei denen ich als Konsument keine Chance habe, das Produkt „mal eben“ zu kaufen? Da ist es oft einfacher, Vertriebspartner zu werden, als das eigentliche Produkt zu kaufen. Geht es jetzt tatsächlich um das Produkt oder steht nur der Vertrieb im Fokus und das Produkt ist eigentlich nur eine nette Blendgranate ohne jede Wucht am Markt?
     
  • Wenn ich mir die Preise mancher Produkte anschaue, frage ich mich: Wer ist denn bereit, so viel Geld für so wenig Produkt zu zahlen? Mal ehrlich, ein Fruchtsaft für 60 Euro, eine Dose Vitamintabletten für 80 Euro oder eine Creme für 150 Euro – Wer kauft das? Stellt Euch mal vor, Ihr nehmt das Produkt, klebt diesen Preis gut sichtbar auf das Produkt und stellt dieses dann in einen klassischen Verkaufsraum (Drogeriemarkt, Lebensmittelhändler etc.). Glaubt jemand, dass das wirklich gekauft wird? Nein? Wer hier sagt, mit den richtigen Verkaufstechniken geht das, dem sage ich, dass er dann auch gleich frische Luft in Tüten für 100 Euro verkaufen kann. Denn hier kauft niemand das Produkt, weil es gut und der Preis angemessen ist, sondern, weil der Verkäufer mich psychologisch an die Wand gespielt hat. Und schon sind wir wieder in einer Branche, die ich nicht als seriös bezeichnen möchte. Gute Verkäufer verkaufen auch den letzten Scheiß zum Höchstpreis. Nicht meine Welt. Deine?


Solche und ähnliche Fragen könnte ich noch seitenweise stellen. Aber der fleißige Leser wird (hoffentlich) bereits an dieser Stelle gemerkt haben, worauf ich hinaus möchte.

Wie finde ich denn nun ein Geschäftsmodell, das funktionieren kann?

Vorab muss ich natürlich sagen, dass die persönliche Einstellung das Wichtigste überhaupt ist. Wenn das Mindset nicht stimmt, braucht man schon verdammt viel Glück, um erfolgreich zu sein. Und wer auf Glück setzt, kann auch gleich Lotto spielen.

Aber es gibt schon ein paar Punkte, auf die man einfach achten sollte. Damit minimiert man das Risiko, auf leere Versprechungen hereinzufallen.

Auf diese Dinge sollte man unbedingt achten

  • Das Produkt muss im Fokus stehen. Immer !!!

Gerade im Multi-Level-Marketing (MLM) beginnt alles mit dem Aufbau der Struktur (möglichst viele Angeworbene in der Downline). Das Produkt wird zwar genannt, macht aber gefühlt nur ein paar Prozent vom Ganzen aus. Ist das so? Dann besser Finger weg.

  • Der Preis muss markttauglich sein.

Niemand zahlt 60 Euro für einen Saft aus Wunderbeeren, wenn der teuerste Saft der Großindustrie für 3 bis 5 Euro zu bekommen ist. Sorry, aber solange ich mit dem Wundersaft nicht fliegen kann oder 5 Kilo gesund und ohne Jojo-Effekt an einem Tag abnehme, ist das Preis- / Leistungsverhältnis überhaupt nicht markttauglich. Wäre das Produkt in ein Fachgeschäft verkaufbar? Ohne Verkaufspsychologie? Nein? Dann Finger weg.

  • Kann ich als Endkunde, als Consumer das Produkt schnell und einfach im Web oder gar in einem Geschäft kaufen?

Wenn das Produkt wirklich im Fokus steht, muss ich es auch kaufen können. Finde ich dagegen nur Webseiten, die mir Erfolg als Verkäufer mit diesem Produkt versprechen, ist Punkt 1 schon verfehlt. Auch hier, besser Finger weg

  • Einmalige oder wiederkehrende Zahlungen ohne direkten Gegenwert und Nutzen

Gibt es laufende Zahlungen (Mitgliedschaftsgebühren, Accountgebühren etc.) oder hohe, einmalige Zahlungen? Dann sollte man hinterfragen, wofür diese denn überhaupt notwendig sind. Wer sich als Vertriebsmitarbeiter anmeldet, um z.B. die Waren eines Herstellers zu verkaufen, der bekommt diesen Zugang gratis. Denn der Hersteller (beim Direktvertrieb) oder Großhändler (beim klassischen Vertrieb) ist doch froh um jeden, der seine Produkte verkauft. Warum sollte er dafür Geld nehmen wollen? Entwicklungskosten für Software oder Plugins? Das ist Bullshit. Denn das zahlen die Kunden und nicht die Verkäufer.

  • Impressum – Abenteuerlich oder seriös?

Wer oder was steht im Impressum? Mit den Daten aus dem Impressum einfach mal googlen. Gerade bei Inhabern, Geschäftsführern, Leadern etc. würde ich genau schauen, was diese in der Vergangenheit gemacht haben. In manchen Foren, die man auch über Google findet, werden einem schnell die Augen geöffnet.

Gibt es zum Beispiel eine HRB-Nummer, so kann man mit dieser nachschauen, welche Eintragung es im Handelsregister gibt. Kostenlos erfährt man zwar nicht alles, aber es reicht für die wichtigen Stammdaten.

Firmensitz im Ausland? Warum? Gerade beim Impressum vergleicht man sich gerne mit großen Firmen, die schließlich auch im Ausland wären. Klar, wenn man Globalplayer ist, muss man letztendlich ein Land als Firmensitz auswählen. Wer dagegen eine ausschließlich deutschsprachige Webseite betreibt und seinen Sitz irgendwo im Ausland hat, bei dem sollte man zumindest etwas kritischer in die Bewertung gehen. Nicht jeder Unternehmer ist gleich kriminell oder ein Steuerhinterzieher, weil er ein ausländisches Impressum hat. Aber es kommt überdurchschnittlich oft vor.

  • Rechtliche Situation – AGB und Co. als Grundlage

Gibt es allgemeine Geschäftsbedingungen? Wie sieht es mit dem Gerichtsstand aus? Das ist nicht wichtig, solange alles gut läuft. Was aber, wenn es Regress-Ansprüche durch Kunden gibt, weil das Produkt fehlerhaft ist? Oder wenn dadurch Schadensersatzansprüche entstanden sind, für die der Hersteller oder Lieferant verantwortlich ist? Was, wenn Zahlungen ausbleiben, es sonst rechtliche Probleme gibt? Dann wird es schwer, wenn die Firma im Ausland nicht greifbar ist und es überhaupt keine rechtlichen Grundlagen gibt, die eventuell eintretende Fälle klar geklärt hätte. Ist die Firma nicht greifbar, bin ich als Verkäufer oder Vermittler der Dumme.

  • Der Datenschutz – Oder die Frage, was passiert eigentlich mit den Daten, die ich übermittel?

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Was passiert mit meinen Daten? Ist das klar geregelt? Noch wichtiger: Was passiert mit den Daten meiner Kunden? Wenn ich etwas verkaufe und z.B. Lieferdaten und Emailadresse an meine Firma übermittelt werden, was passiert dort mit den Daten und wie werden diese verarbeitet. Ist das nicht klar geregelt und gibt es z.B. Datenmissbrauch, dann bin ich als derjenige, der diese Daten erfasst und weitergegeben hat, auch gleichzeitig derjenige, der sich für den Datenmissbrauch verantworten muss.

  • Steuerrecht und saubere Buchhaltung – Damit es auch mit dem Finanzamt klappt…

Erhalte ich zu den Auszahlungen von Provisionen auch entsprechende Belege, die auch vom Finanzamt anerkannt werden? Viele Unternehmen im Web, die irgendwo im Ausland sitzen, tun das nicht. Wer mal Stress mit einem Finanzamt in Deutschland (Stichworte wie Schätzung und Steuerprüfung) hatte, würde freiwillig lieber mit Backsteinen Fußball spielen. Das ist angenehmer. Ich weiß, wie das ist 😉  

  • Marathonläufer mit Zieleinlauf oder nur ein Sprinter ohne Ausdauer?

Das Geschäftsmodell sollte schon länger am Markt sein. Wenn jemand behauptet, man muss unbedingt von Anfang dabei sein, später macht keinen oder wenig Sinn, dann stimmt da etwas nicht. Für ein gutes Produkt ist immer eine gute Zeit. Auch heute steigen noch Menschen bei LR (Health & Beauty) oder Vorwerk ein, obwohl beide schon Jahrzehnte am Markt sind. Beide versprechen aber auch keine exorbitanten Verdienstmöglichkeiten, wie es manche „Super-StartUps“ im MLM vollmundig tun.

  • Authentizität – Ist der Fachmann wirklich Mann seines Faches oder nur ein Schwätzer?

Wenn Sie Interesse an einem Videokurs, Ebook, Audiobook haben und/oder dieses auch verkaufen möchten, prüfen Sie den Autor auf Authentizität. Trainiert jemand zum Beispiel Mitarbeiter, Führungskräfte, Selbständige etc. in einer ganz bestimmten Sache, dann kann davon ausgegangen werden, dass sein veröffentlichtes Wissen einen entsprechenden Wert hat. Das ist somit seriös und in Ordnung und auch Sie können dafür z.B. Werbung betreiben und bei Verkäufen eine Provision erhalten (Affiliate-Marketing). Verkauft hier jedoch jemand Wissen, obwohl er in seiner täglichen Praxis etwas anderes tut, dann sollten Sie vorsichtig sein und vielleicht lieber auf eine mögliche Provision verzichten. Denn das Vertrauen anderer Menschen in ihre Person ist mehr wert. Empfehlen Sie etwas, dass nichts taugt, wird diese Person Ihnen nichts mehr „ab“kaufen.

Und last but not least – Stimmt das eigene Bauchgefühl? Finde ich das Produkt genial und will es unbedingt haben und der Welt davon berichten, weil ich so begeistert davon bin? Das Geld kommt von ganz allein, wenn ich etwas aus Überzeugung tue und es genug Menschen gibt, die es auch gebrauchen und natürlich bezahlen können und wollen. 

Setzen Sie auf langfristige Ziele statt auf Business-Hopping und schnelles Geld

Langfristige Ziele sind auf jeden Fall vorzuziehen, anstatt nur auf Business-Hopping zu setzen und alle paar Wochen erneut für ein neues, revolutionäres Unternehmen zu werben, damit man ein paar Provisionen für den laufenden Monat abgreifen kann. Das ist kein Business, das ist Bullshit-Bingo. Und man zerstört sich sein persönliches Branding (sofern man eines hat), dass man vielleicht mit viel Mühe und Arbeit über lange Zeit aufgebaut hat. Am Ende ist man nur noch der Spammer und Springer, der nichts Besseres zu tun hat, als seine Affiliate-Links auf sämtlichen Social-Media Kanälen, in Gruppen und Newslettern zu posten.

Kurz zusammengefasst:

  • Das Produkt muss im Fokus stehen
  • Das Produkt muss auch allein schnell gekauft werden können
  • Der Preis muss markttauglich sein (Keine Mondpreise)
  • Es muss einen Markt, eine vorhandene Zielgruppe für das Produkt geben
  • Es muss Alleinstellungsmerkmale geben, damit man sich von den Mitbewerbern abheben kann. Der Billigste zu sein, ist auch ein Alleinstellungsmerkmal. Aber kein sinnvolles.
  • Ein ordentliches, transparentes Impressum
  • Rechtliche Grundlagen (AGB) sollte vorhanden sein
  • Der Datenschutzhinweis darf nicht fehlen  (Stichwort: Auftragsdatenverarbeitung durch Dritte)
  • Unternehmen/ Unternehmer sollte schon länger am Markt sein und nicht permanent neue Produkt auf den Markt werfen.
  • Keine Verknappung im Verkauf (Nur noch X Stunden), auch wenn es viele "Gurus" empfehlen. Es sei denn, es geht um ein preisliches Angebot oder z.B. einen Kurs mit begrenzten Plätzen.
  • Keine laufenden Gebühren und/oder Kosten, sofern man keinen direkten Gegenwert erhält, der auch tatsächlich für Kosten sorgt. Briefpapier mit meinem Namen kostet Geld, Zugang zu einem Netzwerk und etwas zu verkaufen, dagegen nicht
  • Das Unternehmen muss steuerrechtlich sauber arbeiten, damit es keinen Stress mit dem deutschen Finanzamt gibt
  • Die Verkaufsstrukturen müssen wirtschaftlich Sinn machen. Provisionen über 10 Ebenen sind nicht mit einem markttauglichen Preis vereinbar. Das geht nur mit Mondpreisen.
  • Der Einstieg ins Unternehmen muss zu jedem Zeitpunkt Sinn machen. Nicht nur in der Startphase

Und der wichtigste Punkt:

Das Produkt muss genial sein, ich muss es persönlich ausgiebig testen können und es muss mich restlos begeistern!

Nehmt Euch Zeit bei der Suche nach DEM Produkt. Schaut Euch die Firma dahinter genau (!) an. Wenn es nichts Passendes gibt, erschafft ein eigenes Produkt. Setzt Euch echte und langfristige Ziele, bleibt fokussiert und hört auf mit dem Business-Hopping und Tanzen auf allen Hochzeiten.
 

Und hört bitte damit auf, jede Woche die nächste eierlegende Wollmilchsau durchs Dorf zu jagen.
 

Danke!

 

 

 

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20 Kommentare zu “Geld verdienen im Internet – Abzocke oder Chance?

    • Freut mich, wenn Dir mein Artikel gefallen hat. Ja, es nervt einfach nur. Erstaunlich ist aber auch, dass so viele der Meinung sind, ich wäre gefrustet, weil diese Dinge bei mir nicht funktioniert hätten. Denen ist garnicht aufgefallen, dass ich immer nur passiver Beobachter bin und mein Geld mit ganz anderen Dingen verdiene.

  1. Hi Kay,

    herzlichen Dank für den erfrischenden Beitrag. Mir geht es ähnlich, auch ich bin immer wieder fassungslos, mit welchen "Argumenten" die Bauernfängerei funktioniert und wie unkritisch viele Menschen sind. Ist daraus doch eine große Sehnsucht abzuleiten, die diese Systeme geschickt für ihre Machenschaften nutzen. Hier gibt es sehr viel Aufklärungsarbeit, also schön weiterso!

    Daumen hoch!

    • Hallo Matthias,

      fassungslos trifft es gut. Ich möchte auch nicht wissen, wie schief der Haussegen bei manchen hängt, weil dort Geld ausgegeben wird, dass sowieso schon fehlt und der gewünschte Erfolg wieder ausbleibt. Vielleicht sollte ich öfter mal Artikel zu den Basics des Unternehmers schreiben.

       

  2. guten Morgen, alles wie ich finde sehr gut aufgestellt, und ich finde auch das dieser blog sehr hilfreich ist… darf ich Ihnen vorstellen, was Sie ansprechen gibt es bereits, seit 10 Jahren normaler franchise Handel und erst seit 2 Jahren Konsumenten Netzwerk wird aufgebaut Produkte wurden sogar günstiger und können ohne Probleme erworben werden ohne irgendwelche Mitgliedschaft, lg Ralph Böhm 015XXXXX <3

    • Hallo Ralph Böhm,

      Danke für die Blumen. Aber ich suche doch garnichts,da ich mein ganz eigenes Business habe und den Markt seit langer Zeit beobachte. Ich spreche das Thema an, weil es nervt und mir viele der „Jünger“ in gewisser Weise auch Leid tun. Wir brauchen mehr echte Unternehmer, die was auf die Beine stellen und sich nicht irgendwelchen Geschäftsmodellen anschließen.

       

  3. Hallo Kay,

    wie immer hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Ist mir genauso ergangen. Vor allem der letzte Satz ist sowas von zutreffend. Viele die ich kenne, haben eine große E-mailliste und diese Leute werden dann permanent bombardiert mit irgendwelchen Produkten. Nach dem Motto einige werden schon kaufen und sich eintragen. Solche Leute werden dann groß gefeiert. Das musste ich auch erst lernen, deshalb ist dein Artikel sehr wichtig. Alle Einsteiger brauchen bessere Informationen und vor allem sollten sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen. Gute Recherche wäre auch angebracht. Die angeblichen so erfolgreichen sind nicht immer die beste Wahl. Ich persönlich nehme die ruhigen, soliden und ausdauernden Vorbilder. Danke für den Artikel.

    • Hallo Jürgen,

      freut mich, dass Dir mein Beitrag gefällt. Du bist ja auch schon einige Zeit dabei und zum Glück hast Du schnell verstanden, wie der Hase läuft. Ich frage mich jetzt, wie man den Einsteigern besser helfen kann, wenn diese bei dem nächsten Hype mit Erfolgsversprechen gleich wieder auf den Zug aufspringen? Es ist sehr schwer, sie davon zu überzeugen, dass der langsame Weg auch gleichzeitig der bessere wäre. Aber wie?

  4. Ein wirklich gelungener Beitrag, der die wichtigsten Punkte aufzählt, um unseriöse Anbieter heraus zu filtern. Wenn ein Geschäftsmodell besondes erfolgreich wäre, würde der Wissende doch alles Mögliche tun, um seinen Erfolg zu verschleiern und sich Kopierer vom Hals halten.

    Auf der anderen Seite macht Gier oft dumm und blind, so dass der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet wird und nur das Licht jedoch nicht die dunklen Schatten wahr genommen werden.

    Trotzdem hätte ich noch eine Ergänzung zu diesem schönen Beitrag. Nicht das Produkt sollte im Verdergrund aller Überlegungen stehen, sondern die einzigartige Idee. ( Kombination von Produkt und einzigartigem Service im Bezug zu einer ausgewählten Zielgruppe auf die diese Kombination zugeschnitten ist)

    Ich hoffe, es war von mir bei diesen heißen Temperaturen noch verständlich genug formuliert.

    • Hallo Frank,
      vielen Dank für Lob und Anmerkung zum Produkt. Letztendlich kann man es wirklich auf die Idee herunterkürzen, das stimmt. Aber eine Idee allein lässt sich meist schlecht oder eher garnicht verkaufen. Daher muss aus der Idee ein Produkt werden, damit man etwas greifbares hat. Und das Produkt allein bringt meist keinen Erfolg, solange das „drumherum“ nicht stimmig ist. Beratung, Service und Support, Abwicklung etc. gehören für mich zum Produkt dazu.

      Viele Grüße,
      Kay

  5. Das ist genau die Meinung die ich auch nach mehreren Monaten immer bewusster wurde.

    Leider kann man als Anfänger nicht richtig entscheiden, was wirklich gut ist oder funktioniert.

    Aber jetzt nach 3 Jahren Online Marketing muss ich sagen,
    das beste ist immer noch ein eigenes Business aufzubauen und nicht für irgendjemand oder irgendein Network.

     

    • Hallo Viktor,

      so sehen ich das auch. Das Problem ist nur, man redet sich um Kopf und Kragen und die Anfänger setzen trotzdem auf ein Pferd, dass schon bald totgeritten ist. Warum? Weil es doch klappen könnte 😉

      Viele Grüße, Kay

  6. Hallo Kay,

    super Artikel! Bin auch auf den ein oder anderen reingefallen! Produkte vom Doktor … usw. Diese Art finden wir in allen Lebensbereichen. Ob im Strukturvertrieb, im Internetmarketing, Franchise, Coaching – Training Persönlichkeitsentwicklung usw.. Überall gibt es die schnelle Erfolgsnummer! Der große Traum! Das Märchen! Und genau da kommen unsere Fantasien her! Ein Schnipp und alles ist anders! 

    Die wirklich Erfolgreichen haben auch dafür gearbeitet! Sie waren voller Ideen und Enthusiasmus! Sie haben aus ihren Träumen eine neue Realität erschaffen!

    Die Gurus verkaufen einfach nur Träume! Treffen genau die Traumvorstellungen Und da es nur Träume sind, kommt dann irgendwann das böse Erwachen!

    Und wie du auch schreibst – dann kommt das Standardtotschlagargument solcher Gurus "DU HAST ES NUR NICHT GENÜGEND GEWOLLT!"

    Interessanterweise hab ich gerade eben einen Blogbeitrag veröffentlicht, bei dem es um eine ganz ähnliche Systematik geht. Der Titel des Beitrags: Geheimtipp" Wie du andere Menschen manipulierst". Hier geht es darum wie Menschen im Bereich des Coaching, Training und der Persönlichkeitsentwicklung der schnelle Erfolg versprochen wird.

    Doch die Realität der eigenen Denkstrukturen und des Lebensalltags sind nicht mal eben mit einem Seminar oder DVD Set, Chaka-Chaka,  du musst nur positiv Denken und ähnlichem innerhalb abzuhandeln.

    Wir hätten es nur alle so gerne – geprägt durch die Kindheits-Märchen Welt.

    Doch im Leben ist vieles möglich, wenn wir unsere Träume leben und nicht nur träumen!

    Danke für deinen Artikel Kay –

    Alles Liebe,

    Michael

    • Danke Michael,

      dem ist nichts hinzuzufügen, klasse. Noch ein paar Zeilen, dann wäre Dein Kommentar bereits ein vollwertiger Artikel.

      Bei Dir merkt man halt, dass Du schnell verstanden hast, wie diese Vor-Turner arbeiten und das es Dir persönlich nicht wirklich etwas bringt. Und logisch, dass gibt es in allen Bereichen, Branchen und Nischen. Nur die Anzahl der schwarzen Schafe variiert stark, abhängig von der Branche.

      Genial finde ich übrigens diesen Satz, den ich in Deinem Artikel entdeckt habe: „Dann kommen oft die Selbstzweifel, weil man den Eindruck hat, der EINZIGE zu sein, der das nicht umgesetzt bekommt!“
      Introvertiert still und leise ärgern, mit sich zaudern, in Selbstzweifel ertrinken und dann gleich die nächste perfekte Lösung kaufen… 😉

      Viele Grüße und alles Liebe,
      Kay

  7. Hallo Kay,

    du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen mit einer klitzekleinen Einschränkung, denn eine kleine Korrektur hätte ich anzubieten 😉

    "Laufende Gebühren oder hohe Einmalzahlungen sind ein starkes Indiz für ein Schneeballsystem, sofern es keinen echten und nachvollziehbaren, persönlichen Gegenwert gibt. "

    Das ist übles Geschäftsgebaren aber KEIN Merkmal für ein Schneeballsystem. 

    Deinen wirklich richtig guten Artikel habe ich gern gelesen mit einem Schmunzeln 😉 Dass du genervt bist, ist nicht zu überlesen. Mich wundert es gerade auch wie Tausende von Menschen ihren (guten) Namen hergeben, um ein Produkt zu bewerben, das sie weder voll inhaltlich noch vom Preis her kennen und benennen können. 

    Wie leichtsinnig gehen hier Menschen  teilweise mit dem Vertrauen der Menschen, die ihnen vertrauen, um?! 

    Derartige Produkt-Launches hinterlassen immer übelst verbrannte Erde und viele enttäuschte Menschen, denen es zuvor nicht gelungen ist, eine angemessene Skepsis an den Tag zu legen bevor sie kaufen oder sich engagieren. Schade dabei ist dann nämlich, dass sie oft danach so negativ eingestellt sind, dass sie, sollte sich eine reelle Chance anbieten, sie nicht mehr in der Lage sind diese zu erkennen, weil sie aus Frust alles negieren. 

    Deshalb danke für deinen Artikel, wenn er nur einer Person hilft Gutes vom Bösen zu unterscheiden, war es gut, dass du dir mal Luft gemacht hast 🙂 

    Herzlichst, Marion 

    • Hallo Marion,

      vielel Dank für dein Kommentar und Deiner überwiegenden Zustimmung. Letztendlich ist es wirklich so, dass ich mich über jeden freue, der dank meines Artikels rechtzeitig gut von böse unterscheiden  und somit eine unnötige, negative Erfahrung vermeiden kann.

      Zum Schneeballsystem: Ein Schneeballsystem funktioniert nur, wenn permanent frisches Geld eingebracht wird, ohne das diese Gelder über ein (wertvolles) Produkt erwirtschaftet werden. Wer ein Produkt hat, dass sich verkaufen lässt und die Kalkulation einen Gewinn zulässt, der braucht seinen Vertriebspartnern dafür kein Geld abzunehmen. Ausnahmen sind eben echte Leistungen wie personalisiert gedruckte Visitenkarten und Briefbögen oder Muster- sowie Testprodukte, die zum Einkaufspreis 1:1 an neue Vertriebsmitarbeiter, Handelsvertreter und selbständige Partner abgegeben werden.

      Wenn der Fokus auf dem Vertrieb eines Produktes liegt, nimmt man den Partnern weder eine Startgebühr noch sonstige, laufende Gebühren ab.
      Wer das kassiert, macht sich verdächtig, ein Schneeballsystem zu betreiben, was letztendlich ein Indiz ist (kein Merkmal, wie Du geschrieben hast 😉 ).

      Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Du mir mal Beispiele nennst, wo solche Beiträge oder Gebühren kassiert werden, es sich aber nicht um ein Schneeballsystem handelt und (!) das Unternehmen schon länger und erfolgreich am Markt ist.
      Ist mir bis heute noch nicht untergekommen 🙂

      Viele Grüße, Kay

       

  8. Hallo Kay,

    deutsche Sprache, schwere Sprache: 😉 

    Unser Duden sagt zu Indiz
    "(bildungssprachlich) Anzeichen für etwas; symptomatisches Merkmal, an dem sich ein Zustand, eine Entwicklung ablesen, erkennen lässt"

    Ergo: Indiz = Merkmal (insoweit korrigiere ich mich natürlich *lach*)

    Der Unterschied zwischen illegalem Schneeballsystem und seriösem MLM ist mir schon bekannt 😉 . 
    Startkapital und laufende Zahlungen hatte ich dabei bisher nie im Visier, denn die Höhe von Beträgen und Gebühren im MLM sind sicher relativ zu sehen. Was ist da viel und was ist angemessen? Ich vermag das nicht zu beurteilen und kann deshalb mit keinem Beispiel dienen.  

    Für mich war immer ein sicheres Indiz für ein Schneeballsystem, dass angeworbene Partner niemals dieselben finanziellen Verdienstchancen wie bereits bestehende Partner haben. Deshalb werde ich deinen Kommentar gern als Anregung nehmen, dies künftig enger zu sehen. Insoweit Dank an Dich. 

    Insofern gebe ich Dir gern recht, überzogene Geldbeträge  werden sicherlich in einem seriösen MLM niemals verlangt werden.

    Viele Grüße
    Marion 

    PS: "Wenn ich mir die Preise mancher Produkte anschaue, frage ich mich: Wer ist denn bereit, so viel Geld für so wenig Produkt zu zahlen? Mal ehrlich, ein Fruchtsaft für 60 Euro, eine Dose Vitamintabletten für 80 Euro oder eine Creme für 150 Euro – Wer kauft das?"

    *lach* gehe mal zu Douglas 😉 

     

     

    • Wieso überhaupt Gebühren?

      Nehmen wir an, ich bin Schuhhändler. Und ich entschließe mich, mir Partner zu suchen, die diese Schuhe verkaufen. Warum sollten ich denen Geld abknöpfen? Solange ich denen keine Schuhe (die Geld kosten) zur Verfügung stelle, brauche ich denen doch auch garkein Geld abnehmen, oder? Ich will doch meine Schuhe verkaufen und keine künstlichen Hürden aufbauen. Und ich möchte mich auch nicht an den Vertriebspartnern bereichern, sondern Geld mit verkauften Schuhen verdienen.

      Diese ganzen MLM-Systeme und deren Launches mit Aufbau der Downlines haben doch nur einen einzigen Zweck: Geld einsammeln, ohne dass das Produkt auch nur einmal verkauft worden ist.

      Das erinnert mich an Abzocker, die einen anrufen und sagen, man hätte im Lotto 100.000 Euro gewonnen. Aber man müsste nachträglich für 100,- Euro das Los kaufen. Gut, kein Thema. Überweisen Sie mir doch 99.900 Euro…. Und schon hat am anderen Ende der Leitung jemand aufgelegt. Übertrage das doch mal auf die Mehrheit der MLM-Systeme. Gibt es da wirklich einen gravierenden Unterschied?

      Wer Dir also ein System verkaufen möchte, eine Gebühr verlangt (einmalig oder fortlaufend), dem solltest Du eine einfache Frage stellen: Wofür ist diese Zahlung notwendig und welche tatsächlichen (realen) Kosten entstehen dem Unternehmen durch Deinen Einstieg in dieses? Provisionen für die anderen, die immer wieder neue Vertriebspartner anwerben? Hallo Schneeball 🙂

      Nicht nur überzogene Forderungen sind falsch; es sind alle Forderungen, sofern es keine sichtbare Gegenleistung gibt. Immer im Hinterkopf behalten, dass das Unternehmen doch möglichst viel verkaufen möchte. Zumindest sollte man davon ausgehen, dass es so ist.

      Ja, mit der Creme mag sein. Aber in Massen verkauft Douglas auch keine Gesichtscreme für über 500 Euro. Und ob es das wert ist bzw. wirkt, lassen wir mal dahingestellt. Manche Millionärsgattinnen sehen mit 50 so jugendlich wie 75 aus 😉
      Die MLM-Produkte sind aber meist überzogen teuer, weil davon nunmal zig Downlines finanziert werden müssen. Und da wird der Verkauf zur echten Herausforderung.
      Die Fruchtsäfte und Pillen sind es fast nie wert. Da habe ich schon einige male recherchiert und identische Produkte für einen Bruchteil vom Preis gefunden. Und bei den Cremes (im MLM) habe ich die Vermutung, das es sie es auch nicht sind. Hier ist der Vergleich schwieriger, weil man sich bei den Inhaltsstoffen zurückhält. Bei Säften und Pillen muss draufstehen, was drin ist.

      Viele Grüße, Kay

       

  9. Zu den 98% die es nicht schaffen, kann man eigentlich nur sagen, dass nicht genügend Ehrgeiz da war. Natürlich erhalten sie Angebote, wo ihnen teilweise das Blaue vom Himmel versprochen wird. Aber dieses „blaue vom Himmel“ ist gar nicht mal so unrealistisch, wenn man denn auch selbst etwas mehr Leidenschaft mitbringt.

     

    Wenn mir ein Produkt verspricht, das ich mittels Strategie XY 1000€ in der Woche verdienen kann, macht das sicherlich neugierig und der gierige Teil des Hirns wird gezielt angesprochen. Aber in diesem Produkt wird einem kein bullshit vermittelt. Die Leute setzen die Dinge einfach niemals um und haben auch einfach keine Lust die Sache einmal richtig anzugehen. Sowas kenne ich aus selbst aus einigen Kursen, wie meine „ Mitstreiter“ einfach mal Garnichts tun. Sie bezahlen Geld für einen Kurs und setzen die Dinge niemals um und teilweise haben sich Leute nicht ein einziges mal eingeloggt.

     

    Wenn ich einem Schreinerlehrling an einem Tag zeige, wie er einen Stuhl bauen kann, ist er am Ende des Tages immer noch kein guter Schreiner. Nein! Es gehört natürlich noch viel mehr dazu.

     

    Das vergessen die Leute aber immer wieder, dass noch mehr dazu gehört. Sie kaufen sich den kurs „ Wie du mit Affiliate Marketing Geld verdienst“ und stellen im Kurs fest, das man dafür  zB einen Blog benötigt ( WordPress) , eine Domain registrieren muss, viele viele Fachbegriffe kennen muss und am Ende auch Werbung schallten sollte. Ups! Das wusste natürlich keiner 🙂 Das Interesse schwindet, die Menschen geben auf und verbreiten einen Shitstorm in Foren und Sozialen Medien. Abzocke – Unseriös – Klappt nicht – etc.

     

    Man könnte es mit einem Schüler vergleichen, der im Internet schreibt:  „ Schule ist Mist, ich schreibe nur schlechte Noten“. Das er wohlmöglich mal lernen sollte, war im wohl nicht bewusst 🙂

     

    Und das ist eben das Problem. Leute wollen im Internet viel Geld verdienen, aber etwas tun und dafür arbeiten wollen sie nicht. Ob Unternehmer, Selbständiger oder jemand der sein Taschengeld aufbessern möchte – Alle müssen etwas lernen. Man muss sich für das Thema interessieren und ich finde man muss auch bereit sein Geld in Wissen zu investieren.  Wer am Ende dieses Wissen nicht umsetzt oder alles von einem einzigen Kurs Ebook oder sonst was abhängig macht, der hat schon verloren.

    Man muss zwangsläufig wissen, wie Werbung funktioniert, wie man Traffic aufbaut, wie man mit den sozialen Medien etc umgeht. Da hilft leider nicht nur ein einziges Ebook über Affiliate Marketing. Und da können dann am Ende auch die „Gurus“ nichts dafür. Die verkaufen eben nur einen Auszug aus dem gesamten.

     

    In der Schule gab es schließlich auch nie nur ein einziges Schulfach, sondern eine ganze Menge davon.

     

    • Absolut richtig. Die Masse derer, die es nicht „schaffen“ haben es nie wirklich versucht. Und deswegen suchen sie weiter, in der Hoffnung, dass es doch irgendwo etwas gibt, mit dem Geld auf Knopfdruck verdient werden kann.
      Was mich an den Verkäufern stört, ist die einfach Tatsache, dass genau das sehr oft kommuniziert wird. Ich sage nicht, dass man beim Verkauf des eigenen Produktes alle Nachteile aufzählen muss. Das würde die Conversionrate wahrscheinlich in den Keller drücken 😉
      Aber ein wenig mehr Ehrlichkeit würde der Branche gut tun. Geld verdienen im Internet ist genau so anstrengend und mit Arbeit und/oder Geld investieren verbunden, wie es bei einem klassischen Offline-Business der Fall ist.

      Um es mit der Schule zu vergleichen: Bei vielen Marketern hat man das Gefühl, man zahlt seinen Betrag X und ganz automatisch, ohne Lernen und ohne Prüfungen, hat man nachher sein Studium in der Tasche.

      Viele Grüße,
      Kay

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